Übernommener Glaube? Fehlanzeige!

Wie kann der Glaube an Kristalle einer Ministrantin dabei helfen, durch die »harte Schale der Kirche« wieder zum Glauben an einen liebenden Gott zu finden? Dieser Podcast ermöglicht dir einen Einblick in die sozialwissenschaftliche Forschung zu religiösen Aneignungsprozessen.

Übernommener Glaube? Fehlanzeige!

Neueste Episoden

Autonomie und Zugehörigkeit

Autonomie und Zugehörigkeit

‧ 15m 4s

Religion ist für Jugendliche heute keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern eine Option unter vielen – und dennoch bleibt sie für manche ein bedeutsamer Deutungsraum. In dieser Folge zieht der Podcast eine Zwischenbilanz der bisherigen Interviews und rückt die Spannung zwischen Autonomie und Zugehörigkeit ins Zentrum. Es geht um die Rolle von Familie, Schule und Kirchengemeinde bei der religiösen Aneignung, um Diskrepanzerleben als treibende Kraft religiöser Entwicklung und um die Frage, wie Jugendliche zwischen Pluralisierung, Authentizitätsanspruch und kirchlicher Autorität ihren eigenen Weg finden. Zum Schluss ein wichtiger Einordnungshinweis: Die vorgestellten Befunde gelten für institutionell religiös sozialisierte Jugendliche – für andere stellt sich...

Faktorenmodell

Faktorenmodell

‧ 31m 14s

Folge 5: Wie funktioniert religiöse Aneignung? – Ein Blick auf die Prozesse

Wie eignen sich Jugendliche Religion eigentlich an? In dieser Folge wird das Prozessmodell religiöser Aneignung vorgestellt und verständlich erklärt. Anhand zentraler Begriffe wie Verortung, Verbindung, Unterscheidung, Aushandlung und Entscheidung wird sichtbar, wie junge Menschen ihren Glauben entwickeln, hinterfragen und gestalten.

Die Folge zeigt: Religiöse Entwicklung ist kein linearer Weg, sondern ein dynamischer Prozess, in dem Erfahrungen, Beziehungen und eigene Deutungen zusammenwirken. Ein Einblick in die Struktur hinter den Geschichten – und ein Schlüssel zum besseren Verständnis jugendlicher Glaubensprozesse.

Biografiekarten

Biografiekarten

‧ 32m 4s

Was erzählen Jugendliche über ihren Glauben, wenn man sie nicht nur sprechen lässt, sondern auch zeichnen? In dieser Folge geht es um sogenannte Biografiekarten – eine Forschungsmethode, bei der Jugendliche ihren Glaubensweg als Skizze darstellen. Die Zeichnungen machen sichtbar, wie junge Menschen ihre religiösen Erfahrungen ordnen, welche Orte, Begegnungen und Fragen für sie wichtig sind und wie sie ihren Glauben im Laufe der Zeit deuten.

Die Folge zeigt, dass solche Zeichnungen mehr sind als kreative Elemente: Sie eröffnen einen besonderen Zugang zu religiöser Entwicklung und machen sichtbar, wie Jugendliche ihren Glauben zwischen Prägung, Suche und eigener Entscheidung gestalten.

Gemeinschaft und Zweifel

Gemeinschaft und Zweifel

‧ 15m 47s

Kirche kann vieles sein: Gemeinschaftsraum, Rückzugsort, Verpflichtung oder auch Ort der Irritation. In dieser Folge geht es um das Spannungsfeld, in dem sich viele Jugendliche bewegen: zwischen Zugehörigkeit und innerem Rückzug, zwischen liturgischer Routine und persönlicher Suche, zwischen Vertrauen und Zweifel.

Anhand von O-Tönen aus den Interviews wird deutlich: Glaube entsteht nicht im luftleeren Raum. Jugendliche erleben Gottesdienste als stillen Resonanzraum aber auch als fremd oder leer. Sie zweifeln, kritisieren, ringen mit kirchlichen Strukturen und bleiben dennoch verbunden. Zweifel erscheint dabei nicht als Gegenpol zum Glauben, sondern als Teil eines lebendigen Aneignungsprozesses.

Die Folge zeigt: Religiöse Entwicklung verläuft nicht geradlinig....